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derung, dem König Bericht erstattend. Ob nun die Nach­richt vom abermaligen glückhaften Sieg des heldenhaften Kriegsmannes den König mehr froh oder mehr traurig ge­macht, das mag ein jeglicher, selbst mit geringem Verstand, leichtlich ermessen, denn der König mußte nun dem Schnei­der dieTochter geben, oder fürchten, daß dieser seine Helden- krast, davon er drei so erstaunliche Proben gegeben, gegen ihn selber wenden dürste. Doch ist wohl zweifelsohne,hätte der König vollends gewußt, daß der Held ein Schneider wäre, so hätte er ihm lieber einen Strick zum Aufheulen, denn seine Tochter geschenkt. Ob nun aber der König einem Manne ohne Herkunft und ohne Geburt, außer der von seiner Mutter, seine Tochter mit kleiner oder mit gro­ßer Bekümmernis, gern oder ungern, gebe, danach fragte das Schneiderlein gar wenig oder gar nicht, genug, er war stolz und froh des Königs Tochtermann geworden zu sein. Also wurde die Hochzeit nicht mit all zu großer Freudigkeit von königlicher Seite begangen, und aus einem Schneider war ein Königseidam geworden, ja ein König,

Als eine kleine Zeit vergangen war, hörte die junge Königin, wie ihr Gemahl im Schlafe redete, und vernahm deutlich die WortenKnecht, mache mir das Wams flicke mir die Hosen spute dich oder ich schlage dir das Ellenmaß über die Ohren!" Das kam der jungen Königsgemahlin sehr verwunderlich vor,merkte schier, daß ihr Mann ein Schneider sei und bat ihren Vater, ermögeihrdoch von diesem Manne helfen. Solche Rede durchschnitt des Königs Herz, daß er habe seine einzige Tochter einem Schneider antrauen müssen, tröstete sie auf das Beste und sagte, sie solle nur in der künftigen Nacht die Schlafkammer öffnen, so sollten vor der Thüre etliche Diener stehen, und wenn sie wieder solche Worte vernähmen, sollten diese Die-