ner hineingehen und den Mann geradezu umbringen. Das ließ sich die junge Frau gefallen und verhieß also zu thun. Nun hatte der König aber einen Waffenträger am Hofe, der war dem Schneider hold, und hatte des Königs untreue Rede gehört, verfügte sich daher eilend zu dem jungenKönig und eröffnete ihm das schwere Urteil, das über ihn soeben jetzt ergangen und bat ihn, er möge seines Leibes sich nach besten Kräften wehren. Dem sagte der Schneider-König ob seines Warnens großen Dank, und er wiffe wohl, was in dieser Sache zu thun sei. Wie nun die Nacht ge­kommen war, begab sich zu gewohnter Zeit der junge König mit seiner Gemahlin zur Ruhe und that bald, als ob er schliefe. Da stand die Frau heimlich auf und öffnete die Thür, worauf sie sich wieder ganz still niederlegte. Nach einer Weile begann der junge König wie im Schlafe zu reden, aber mit heller Stimme, daß die draußen vor der Kammer es wohl hören könnten:Knecht mache mir die Hosen, bletze mir das Wams, oder ich will dir das Ellenmaß über die Ohren schlagen. Ich hab' Sie­ben auf einen Streich tot geschlagen zwei Riesen hab' ich tot geschlagen das Einhorn hab' ich gefangen die Wildsau hab' ich auch gefangen sollt' ich die fürchten, die draußen vor der Kammer stehen?"

Als die vor der Kammer solche Worte vernahmen, so