ab und warf Katzenköpfe und Leiber aus dem Fenster in den Schloßgraben. Als er wieder zum Feuer kam, saß ein großer Hund dort und bleckte ihm die Zähne und hatte eine feurige Zunge armslang zum Halse heraushängen. Das gefiel Hänschen wieder nicht, er nahm abermals sein Schnitzmesser und hieb damit dem Hund gerade zwischen die Zähne in den Rachen, da fiel die Zunge herunter, und der obere Kopf nahm Abschied von seinem Unterteil. Nun meinte Hänschen Ruhe zu haben und wollte sie auch genießen; in der Ecke stand ein Bette, da legte er sich hinein und deckte sich zu. Er war aber noch nicht eingeschlafen, da fing das Bett an zu fahren wie ein Dampfwagen und fuhr im ganzen Schloß herum, treppauf, treppab, durch Säle und Zimmer — aber Hänschen sagte: „Schau, nun spür' ich doch, wie's thut, wenn vornehme Herren fahren. Fahre du nur immerzu." — Endlich mochte das Bett des Fahrens müde sein, es rollte wieder in Häns- chens Zimmer, wo das Feuer noch lustig brannte, da stand es still, und Hänschen schlief ein und schlief wie ein Toter.
Am andern Morgen stand der König an seinem Bett und sagte: „Na, das heiß' ich einen gesunden Schlaf, wenn ich den hätte! So gut schläft kein König. Freut mich, daß der Junge noch lebt und schnarcht. Heda! Hänschen!" — „Schön' guten Morgen, Herr König! Schon so frühe?" fragte Hänschen. „Wünsche wohl geruht zu haben!" sprach der König. „Danke, gleichfalls!" sprach Hänschen. „Kannst auf meine Rechnung drunten beim Wirt frühstücken und zu Mittag essen, aber abends bist du wieder hier oben, magst du?" sprach und fragte der König. „Ei freilich wohl," sagte Hänschen; „drei Nächte müssen's sein."
Wie Hänschen zum Wirte kam, wunderte der sich sehr und fragte: „Nun? noch lebendig? — Aber das Gruseln

