wird man doch gelernt haben in heutiger Nacht?' — .Nicht rühran!" erwiderte Hänschen. Da fing es den Wirt selber an, vor Hänschen über und über zu gruseln. Hänschen ließ sich's wohl sein auf des Königs Rechnung, und er sorgte sich nicht um diese, und als es Abend wurde, war er schon wieder oben im Spukschloß und machte sich sein Feuer an. Auf einmal Prasselte es droben im Schornstein, als breche alles in tausend Trümmer, nnd da kam ein Kerl herunter gefahren, der war aber nur halb. .Na,' sagte Hänschen, „was soll denn das sein? da fehlt ja noch ein Halbschied, anderthalb Mann sind doch noch keine Gesellschaft.' Kaum hatte Hänschen das gesagt, bautz! kam die andre Hälfte nachgefallen, mitten in das Feuer. Hänschen nahm die beiden Hälften, warf sie aus dem Kamin in die Stube und brachte sein Feuer wieder in Ordnung. Wie er damit zu stände war und umschaute, war aus den beiden Hälften ein einziger Kerl geworden, aber kein schöner, der saß auf Häuschens Stuhl.
„Platz da!' schrie Hänschen, „hier sitze ich, marsch, oder ich halbier' dich mit dem Schnitzelmesser!"
Auf einmal polterte es wieder im Schornstein, Totenbeine und Schädel prasselten herab und noch einige Männer vom gräulichsten Aussehen. „Guten Abend, meine Herren!" sagte Hänschen, „Sie sind doch ganze Männer, das laß ich mir gefallen. Gehören vielleicht in die Familie Schön? Ach wie schade, daß kein Spiegel im Zimmer hängt. Womit könnt' ich Ihnen denn eigentlich dienen?" — Die Männer sahen Hänschen mit furchtbaren Blicken an, einer nahm die Totenbeine, es waren gerade neun, und stellte sie als Kegel auf, die andern nahmen die Schädel und rollten sie nach den Kegeln.
.Kegel schieben thu' ich für mein Leben gern!" sagte

