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Später fand eine gänzliche Trennung dieser beiden my­thologischen-Personen Statt. Freya war die Lebens­mutter, die Erde, wie Rhea der Griechen. Sie fährt auf einem Wagen, den Katzen ziehen; in die Schlacht aber mit einem goldborstigen Eber. Der winterliche Reifriese hatte dem Donnerer Thor seinen Gewitter­hammer entwandt und wollte ihn nur unter der Bedin­gung zurück geben, daß er die Freya zur Gemahlin be­käme. Freya aber haßte den Riesen und Thor überlistete denselben, entriß ihm den Hammer und erschlug ihn. Da war die Göttin vor seinen Verfolgungen sicher. Diese Mythe stellt uns den Gegensatz der Jahreszeiten dar. Wenn der Winter entweicht und Gewitter die Luft durchziehen, so grünt und blüht von Neuem die Erde. Der Blumenschmuck der Fluren wird mit dem glänzenden Hals­band der Naturmutter bezeichnet. Als Herrin der Unter­welt und Todtengöttin erhielt Freya die Hälfte der ge­fallenen Krieger und hatte die Kraft zu zaubern. Außer­dem erzählt uns die Mythologie, daß sie die Geliebte des Odin gewesen sei und auch mit andern Äsen und Zwer­gen fortwährend Liebesverhältnisse gehabt l^abe, was die dauernde Fortzeugung in der Natur sinnbildlich darstellt. Die Erde, die Alles nährt und hervorbringt und alles Vergehende wieder in ihren Schoß aufnimmt, wurde von den Germanen unter mehren Namen als Göttin verehrt,