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Wagen mit dem Götterbilds zogen. Priester und König begleiteten sie dann und suchten aus ihrem Wiehern und Schnauben die Zukunft zu prophezeihen. Auch der Flug der Vögel wurde gedeutet. Priester und Prieste- rinnen waren von großem Einflüsse und Ansehen. Sie zogen, heilige Zeichen tragend, dem Heere voran in die Schlacht, stürzten sich wüthend unter die Kämpfenden, schleppten die Gefangenen fort, schlachteten sie und weis­sagten aus ihrem Blute. Die Priesterinnen der Cimbern, erzählt Strabo, waren grauhaarig, weiß gekleidet, gingen baarfuß und trugen einen ehernen Gürtel und ein Schwert. Ihre Aussprüche waren entscheidend. So wich z. B. Ariovist einst dem Cäsar aus, weil die Frauen sagten, die Germanen würden vor dem Neumonde nicht siegen.

Thiere , die als religiöse Sinnbilder dienten, sind: Adl^ r, Pabe, Wolf , Roß. Kub . Scklanae . Auf Runen­steinen findet man häufig die Schlange abgebildet. Auch Quellen und Bäume verehrte man. Bonifacius ließ die heilige Eiche der Hessen umhauen und Karl der Große die Jrmensäule der Sachsen (wahrscheinlich auch ein Baumstamm) zerstören.

Reste aus der heidnischen Vorzeit haben sich zum Theil bis auf unsere Tage erhalten.Der bekehrte Christ verwarf und verabscheute di