3

Die Kinder hatten das Plätzchen unter der Eiche sehr gern, sie brauchten dort nur den Kopf herab zu beugen, da fanden sie prächtiges Spielzeug, nämlich die vorjährigen Eichelnäpfchen, und was für wunderhübsche kleine Thiere! allerliebste Marienkäferchen und ganz ganz kleine, reizende Purpurspinnen; und was für zierliches Moos! lauter kleine Bäumchen, ja, es war ein ordentlicher Mooswald da. Aber der Mooswald da unten war anders als der große Wald, nicht allein darum, weil er so viel kleiner war als jener, sondern auch, weil er unter der Eiche ein ordentliches Bett bildete, auf dem die Kinder weich rührten und auf dem sie sich gar gern hin und her kugelten.

Außer der Großmutter und Hermann und Gertrud waren aber noch zwei Personen unter der Eiche. Auf dem Moos­bette saßen nämlich der Nicks und die Life. Nicks war ein schwarzes Kaninchen, mit einem prächtigen glänzenden Fell; es war eigentlich ein etwas plump gearbeitetes hölzernes Thier; aber es that gar nicht hölzern, sondern guckte mit seinen schwarzen Augen ganz lebendig in die Welt hinein und die Ohren standen ihm so kerzengrade in die Höhe und gaben ihm ein so pfiffiges Ansehen, daß es sogar aussah als,ver

1 *