nennt man das Schnarchen „Spinnen"; Mietze schnurrte grade so, wie der Frau Försterin Spinnrädchen, wenn sie den Flachs in Faden dreht und das Rad mit dem Fuß in Bewegung bringt. Die Stadt, in welcher die Milch verkauft wurde, lag noch ein gut Stück hinter Lerum, Lustig trabte mit seinem Milchwagen durch Lerum durch, bei Herrn Pessu- mehrs Schloß vorüber. Die Dore ging immer neben ihm her und strickte ihren Strumpf dabei; das hatte sie von der Großmutter im Waldhäuschen gelernt, daß man auch im Gehen stricken kann. In der Stadt fuhr Lustig vor allen Häusern vor, in denen Kinder wohnten, die zum Frühstück Milch trinken. Auch wohnte hier ein Großmamachen, das gute Sahne zum Kaffee brauchte, dort eine Köchin, welche Suppe aus Milch kochen sollte. Alle die Leute kauften der Dore die Milch ab, gaben ihr Geld, das sie in der Tasche für die Frau Försterin verwahrte. Während Dore mit den Kannen in die Häuser ging, blieb Lustig mit dem Wagen vor der Thür, legte sich nieder und ruhte aus; aber schlafen mochte er hier niemals, er wußte, daß er Wache zu halten hatte. Sobald sich ein Fremder dem Wagen näherte, machte er einen heillosen Spektakel. Dore stellte ihm immer eine

