27
Straßen und Fenstern, welche die Nacht wieder zum Tage machten. Er hatte von den vielen schönen Läden erzählt, wo Spielzeug am Fenster ausgestellt ist, und von den Soldaten und von der Musik, die sie machen, und von den schönen Wagen, die hin und her fahren, und wer weiß was noch Alles.
„Warum wohnen wir denn nicht lieber in der Stadt?" sagte Hermann eines Tages. „Ach! wir möchten gern in der Stadt wohnen", fügte Gertrud hinzu.
„Was bringt denn meine kleine Närrchen auf den lächerlichen Einfall?" fragte die Mutter.
„Der August sagte, die Stadt wäre viel hübscher als unser Wald", erklärten die Kinder.
„Weil August den Wald nicht ordentlich kennt", sprach die Mutter, „ihr kleinen Närrchen; seht euch doch um, ob nicht Alles ganz herrlich bei uns ist. Geht nur zur lieben Großmama und bittet sie, euch etwas vom Walde zu erzählen, ich thäte es gern selbst, aber Dore erwartet mich im Keller, sie soll Butter machen." So ging es immer, die Mutter war fortwährend in der Wirthschaft beschäftigt, und da war es freilich sehr wohlthuend, daß noch Jemand da

