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welchem Herr Thomas wohnte. Als sie vor seinem Hause vorführen, schrieen Hermann und Gertrud laut auf vor Verwunderung, denn vor der Thür stand eine alte Frau, die grade so aussah wie ihre Großmutter, welche doch neben ihnen im Wagen saß, und strickte auch richtig eben so fleißig wie diese. Sie war eine fremde Dame, welche bei Herrn Thomas ein Sommerquartier genommen hatte. Daß es auf der Welt noch eine Großmutter gäbe, hatten die Kinder gar nicht gewußt und nun fragten sie, ob dieses Mamachen denn auch ein Enkelkind habe und wo denn das sei, und ob es auch aussähe wie andere Kinder. Herr Thomas konnte ihnen die Freude machen, ihnen das Enkelkind dieser Großmama zu zeigen. Die ganze Gesellschaft ging zu einem Gitterthor, durch welches man in einen hübschen Garten schauen konnte, die Kinder blickten hinein und, „seht! seht! da steht das Kind", sagte Herr Thomas, und richtig da stand ein kleiner blonder Knabe, so groß wie Hermann und Ger^ trud, er war eben mit seiner Harke beschäftigt die Wege rein zu machen.
„Ach, das liebe kleine Jungchen!" rief Gertrud.
„Wie heißt denn der Gartenbursche?" fragte Hermann.

