ward, sah noch gerade so aus wie gestern, aber Alles, was dazu gehörte, regte und bewegte sich. 'Die Mutter Gottes, die gestern so nnbetveglich auf dem kleinen Holzschemel gesessen hatte, neigte jetzt ihr süßes Gesicht und der Heiligenschein um ihren Kopf, der dem Bübchen Abends tvie Flittergold vorge­kommen war, schimmerte nun wie Sternenlicht. .Sie beugte sich über das Christkindchen, das auf ihrem Schoße lag und von dem der leuchtende Glanz ausging, der das ganze Zimmer- heller bestrahlte, als die Lichter auf dem Baum. Der heilige Joseph hatte den großen runden Filzhut abgenommen, der gestern auf seinem Kopfe saß, lind faltet«.^ndächtig die Hände, und die drei Könige aus dem Morgüüande, die vor dem Christ- kindchen auf den Knieen lagenj^ erhoben die Arme und boten ihm ihre Gaben entgegen; des Moyrenkönigs Augen blitzten und funkelten dabei wie schwarze Edelsteine. Hell glitzerte der Stern mit dem glänzenden Kometenschweife, der oberhalb der Krippe schwebte, und ließ deutlich unterscheiden, daß die kleine hölzerne Allee, die von dem Stalle aus an die rechte Seite des Christbaumes führte, sich in wirkliche winzige Tannenbünmchen verwandelt hatte, und daß die Hirten, die gestern mit ihren Schafen und Kühen in einem umzäunten Moosplatze aufrecht standen, jetzt auf den Knieen lagen. Ueber ihnen schwebten kleine, tvinzig kleine Engelsgestalten und sangen mit Sümmchen, so hell und fein, wie keine Musik es nachmachen könnte:Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden!" Des Bübchens Kanarienvogel, das goldgelbe Mätzchen, der sonst zur Nachtzeit immer schlief, sang ganz fein und leise mit.

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