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gestraft würde, wenn er nicht zur rechten Zeit zum Frühstück kam. Mit welcher Herzensangst wusch sich das Bübchen! denn er erinnerte sich nur zu gut, daß der Doktor gesagt hatte, es würde die geführlichsten Folgen haben, wenn die Schrift mit Anderem als mit der Zaubermedicin entfernt würde. Er fuhr mit dem Schwamm überall hin, nur beileibe nicht an die Stirn. Jetzt schlug es Acht! jetzt mußte er an den Frühstückstisch! Wie ein armer Sünder schlich er sich hinein und murmelte sein: Guten Morgen! Der Vater sah ihn an und sagte nichts, als: Hm, — hm! Die Mutter sagte gar nichts und schenkte ihm freundlich Milch ein. Das konnte er aber gar nicht aushalten. „Mütterchen," sagte er ganz leise, „siehst Du denn nicht, daß ich verzaubert bin?" — „Das habe ich schon beim Aufstehen gesehen," sagte die Mutter ganz ernsthaft, „wir wußten es ja vorher. Das wird nun öfter so gehen!" — „Nie, nie wieder wird's mir passiren!" rief das Bübchen schluchzend, „Du wirst sehen, nie wieder brauche ich diese abscheuliche Hexen-Medicin hinunterzuschlucken!"
Und wirklich, das Bübchen hatte wahr gesprochen! Der letzte Gebrauch, der von der Arzneiflasche gemacht werden mußte, war, um gegen Mittag das unheimliche Wort von der Sirne abzuwaschen, denn von Stund an war und blieb unser Bübchen ein Muster von Ordnung und ist jetzt, wo er schon lange ein großer Mann geworden ist, dafür bekannt, daß Keiner ihn an Akkuratesse und Genauigkeit in all' seinem Thun und Lassen übertreffen kann.

