lauter weiße Johannisbeerträubchen wie eine Lockenfrisur rings um seinen Kopf, den eine wunderschöne, aus allen Arten verschiedener Obstblüten geflochtene Krone schmückte. Der Oberkörper des Männchens bestand aus einer gelben ge
rippten Melone, die vorn herunter mit Haselnüssen besetzt war, welche aussahen wie richtige Westenknöpfe, und die kurzen Beinchen waren zwei Tafelbirnen, deren gekrümmte
Stiele mit kleinen zierlichen Stiefelchen Aehnlichkeit hatten. Seine Arme waren große Trauben und mit der untersten Beere des rechten Armes hielt er einen kleinen Rebstock fest, dessen Knopf eine gelbe Mirabelle bildete. Um die Schultern des Obstkönigs flatterte ein raschelnder Mantel von allerlei Laub und eine Kette von feuerrothen Prcißelbeeren hing wie ein Ordenszeichen um seinen Hals. Sigismund starrte mit weit aufgerissenen Augen die kleine Gestalt an, die da oben so recht behaglich zu sitzen schien und nun mit einer ganz saftig klingenden Stimme von Neuem zu sprechen anfing: „Du hast wohl gedacht, ich wäre gar nicht in der Welt, mein Söhnchen, und bist doch ein so großer Lieb
haber meiner Unterthanen! Damit Du nun in Zukunft weißt, wo ich zu Hause bin, werde ich Dich jetzt mit mir in meine Wohnung nehmen!"
„Nein, ach nein, Herr Obstkönig!" sagte Sigismund
weinerlich, „ich bin gar nicht neugierig und möchte lieber hier bleiben!"
„Mir ganz egal," schnalzte der Obstkönig, hüpfte mit einem Satz vom Wipfel herunter auf denselben Ast, auf dem
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