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Der alte Müller wollte es aber nicht leiden, denn er war der reichste Mann im ganzen Thale, und wenn Theobald auch viel verdiente, so wollte der Müller ihm sein einziges Kind doch nicht geben, weil er kein eigenes Land mit Haus und Hos besaß.

Gerade heute hatte das der Müller dem guten Theobald rund heraus erklärt, als dieser Gretchen Abends besuchte, und hatte ihm verboten, künftig wieder nach der Mühle zu kommen. Theobald war so betrübt, daß er gar nicht zum Vater und den Geschwistern zurückgehen mochte, es verlangte ihn danach, einsam über sein Schicksal nachzudenken, und so wanderte er, obgleich es schon spät am Abend war, den Bach entlang zu seinem Lieblingsplätzchen, wo unter einer Weide am Ufer eine Bank stand. Dort setzte er sich nieder und blickte betrübt nach der Mühle hinüber.Was hilft mir nun das gute Leben und all' der schöne Verdienst?" dachte er; wenn ich Gretchen nicht haben soll, macht mir doch nichts mehr Freude!"

Er stand wieder auf, trat an den Rand des Baches und murmelte halblaut vor sich hin:Gutes Muschelweibchen, aus dieser Noth wirst Du mir wohl nicht helfen, wie damals!" Ohne daß er es merkte, fielen bei diesen Worten heiße Thränen aus seinen Augen in den Bach.

Ein leises Plätschern ließ ihn aufblicken, und fast hätte er aufgeschrien, denn dort vor ihm, mitten im Bache, war ja das Muschelweibchen wieder aufgetaucht und sah ihn unver­wandt an, wie damals vor so manchem Jahr! Auch heute