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herabwallten. „Was verlangst Tu von mir?" frug pe mit süßer, aber trauriger Stimme.
Erschrocken antwortete Fridolin: „Ich habe Euch noch nie gesehen, wie kann ich etwas von Euch verlangen?"
„Ei, hast Du mich nicht eben dreimal bei meinem Namen Serpentina gerufen?" sagte die schöne Jungfrau. „Komm, setze Dich zu mir auf den Stein und dann erzähle mir, wie Du heute hier heraufkommst und warum Du nach mir riefest, während Du doch sagst, Du kennest mich nicht."
Fridolin folgte der Aufforderung, denn das schöne, traurige Gesicht der Jungfrau flößte ihm Vertrauen ein, und nun erzählte er ihr seine ganze Geschichte und all' sein Leid. Als er geendet hatte, ward das Antlitz der neuen Serpentina ganz sonnenhell und freudig, und in ganz verändertem fröhlichen Tone sagte sie: „Wenn das Alles ist, was Dich drückt, so kann ich Dir helfen, und zugleich wirst Du an mir ein gutes Werk thun. Komm mit mir und habe keine Angst — es geschieht Dir kein Leid, wenn Du mir folgen willst!"
Bei diesen Worten stieß sie mit der Spitze ihres gold- durchwirkten Schuhes an das alte Gemäuer, auf dessen Rande Beide bisher gesessen hatten. Sogleich erschien eine Thüre von schwerem, geschnitzten Eichenholz, deren Pforten von selbst aufsprangen und eine schmale steinerne Treppe zeigten. Fridolin folgte der Jungfrau hinab, viele, viele Stufen lang, bis sie
endlich in einen: dunkeln Gewölbe anlangten. Dies durchschritten sie, wobei Serpentina ihrem Begleiter die Hand reichte, damit er im Finstern ihre Spur nicht verlieren möchte. Nun

