schnell in die Mitte memer eigenen Angelegenheiten versetzt. Ich bin er­staunt, Euch von Allem so unterrichtet zu wissen und noch mehr verwundert darüber, daß Ihr dem Besehle Eures Herrn entgegen mir Eure Hilfe zusagt, wenn ich die Hand des Storchenkönigs ausschlagen sollte. Freunde besitze ich keine Ihr müßtet denn meinen Vater, den König meinen und" Den Admiral!" wollte der Frosch hinzusetzen, doch bezwäng er sich noch zur rechten Zeit.

Verzeiht, holde Prinzessin," sagte er in gereiztem Tone,wenn mein Mitgefühl und das hohe Interesse für Euch mich die gewöhnlichen Rücksichten übersehen ließ, aber Euer Vater der König wird Euch nicht Zeit lassen, eine Wahl zu treffen, er wird Euch zwingen, dem ungeliebten fremden Fürsten Eure Hand zu reichen und diesem Schicksal könnt Ihr nur durch die Flucht durch schleunige Flucht entgehen. Vertraut mir, ich biete Euch die Mittel und Wege dazu."-

Der Frosch war derart in Eifer gerathen, daß er die abwehrende Be­wegung und den Ausdruck der Verachtung im Gesichte der Königstochter nicht bemerkte; er näherte sich der Prinzessin und streckte ihr die Arme entgegen.

Zurück mein Herr Gesandter," rief Libella erschrocken,verschont mich mit Euren Plänen und Absichten, verlaßt mich sogleich, so will ich über Eure Dreistigkeit schweigen!" Bei diesen Worten wollte die Prinzessin sich abwenden und den Platz verlassen, doch der rasende Frosch stürzte auf sie hin und rief:Wohlan denn, du mußt mir folgen und gehst du nicht willig, so brauch ich Gewalt." Dabei riß er seinen Mund gewaltig auf und seine Augen traten drohend aus den Höhlen. Die Prinzessin war von Entsetzen ergriffen in die Knie gesunken und konnte keinen Laut hervorbringen. Der kecke Frosch wollte die Wehrlose ergreifen und nach dem Schifflein schleppen, doch plötzlich wurde er zur Seite geschleudert und sah den wuthcntbranntcn Admiral vor sich stehen, der trotz der schlanken Gestalt eine große Muskel- stärke zu besitzen schien.

Libella hatte diesen Augenblick bcnützt, um sich rasch zu erheben, und nachdem sie einige Worte des Dankes an ihren Retter gerichtet hatte, verließ sie eiligst die Stelle, an welcher die beiden Gegner mit den Degen in der Hand und sich mit furchtbaren Blicken meffend, zurückgeblieben waren.