und die Jacke in das schwellende Gras und sprang wohlgemuth in das seichte Wasser.
Einige Augenblicke plätscherte der Bockkäfer herum, dann sprang er plötzlich an das Ufer, faßte die Kleider des Maikäferleins zusammen, ergriff den Beutel und verschwand im hohen Grase.
Verblüfft sah das Maikäferlein dem Fremden nach, es konnte sich sein Beginnen nicht erklären.
Es hatte der Fremde wohl seine Kleider mitgenommen, doch hatte er ihm die seinen, viel werthvolleren, gelassen.
Wie sollte der Küfer aus dieser Handlungsweise klug werden?
Jetzt stieg er aus dem Wasser und sah nach allen Seiten aus, um seinen Begleiter zu entdecken. Er lief hin und her und rief vergebens nach ihm.
Dann wartete er längere Zeit und entschloß sich endlich, die Kleider des Fremden zu benutzen.
„Er wollte dir seine kostbaren, besseren Kleider geben und sich deinem Danke entziehen," — dachte der Maikäfer, und er hing sich den Mantel um die Schultern und stülpte den Federhut auf. Den Knüttel und das Ränzchen nahm er jedoch auch mit und nun suchte er schnell die Straße auf, denn er wollte die Verlorne Zeit einbringen.
Das Käferlein gefiel sich gar wohl in dem schönen Aufzug, es beachtete die Entgegenkommenden nicht und es entging ihm, daß einige Bienchen gar verstohlen sich etwas ins Ohr raunten und daß eine Wespe, so rasch als nur möglich, von dannen flog.
Bald hörte das Käferlein Lärm hinter sich. — Eine Schaar Grillen, Schmetterlinge und Wespen kam daher; die Grillen hatten lange Spieße und trugen Sturmhüte, — sie mußten Wächter oder Soldaten sein und ihr Führer rief dem Maikäferlein schon von Weitem zu, daß er sogleich stehen bleiben möge.
Der Küfer schaute verwundert drein, er wußte nicht, was man von ihm haben wolle.
Die Menge kam näher und der Maikäfer sah, wie die Meisten erschrocken und ängstlich ihn ansahen.
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