kraftlos sank die Königin am Fuße eines Berges zusammen, der vom Waldesrand sich langsam bis zur Höhe der Wolken erhob. — Zu den Füßen der Königin lag der Drohne, der sie beschwor ihn zu verlassen, und vor allem auf ihr eigenes Leben Bedacht nehmend zu ihrem Stamme zurückzukehren. — Schauernd vor Kälte hatte sich die Königin in ein Blatt gehüllt und wies nun nach der Höhe des Berges hin, wo der erste, frisch gefallene Schnee die Matten und Halden mit seiner blüthenweißen Decke überzog.
„Dorthin laß uns wandern," hatte sie zu Don Apis gesagt und dann waren Beide todesmatt den Berg hinangestiegen.
Oben, am Fuße der schneebedeckten Felswand, saß der alte König Winter in dem glitzernden Eismantel, und sah voll Trauer und Wehmuth dem Paare entgegen, das schauernd sich zu den Füßen des Greises niederwarf.
„Ich will Euch rächen," sprach der Alte, nachdem er sich hatte berichten lassen, und er erhob seinen Arm gegen die graue, düstere Wolke, die eben unter dem Gipfel des Berges dahergezogcn kam.
Die Wolke beschleunigte ihre Fahrt und senkte sich über den Wald und die einsame Wiese; — dann ließ sie den Inhalt von tausend und abertausend Eissternen und Schneeflocken fallen, die langsam die Wiese und den alten Eichenstamm einhüllten.
Ermattet sanken die Arbeitsbienen zur Erde; Frau Bomba und mit ihr der ganze weibliche Hofstaat wurden von denl Eishagel erschlagen. — In der Wolke, welche den Wald und seine Bäume in ihr undurchdringliches Grau hüllte, hielt König Winter seinen Einzug im Thale. Don Apis und die Bienenkönigin befanden sich in seinem Gefolge. — Die entthronte Königin war gerächt.
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