schade ist um so viel schöne Sachen, die unbenutzt in dem alten Gemäuer zu Grunde gehen."

Da würdet Ihr wohl bester mit umzugehen wissen und wie schön wür- den sich die Zünglein und Ketten bei Euch ausnehmen."

O, Herr Doktor sind zu galant," sagte das Elsterchen erröthend,ich wäre mit Wenigem zufrieden."

Mit einem Ringe zum Beispiel," meinte der boshafte Fuchs,der sich um den schlanken Hals recht gut machen müßte!"

Jetzt sah sich die Elster verrathen und ihr ganzer Zorn richtete sich nun auf den Fuchs, der von ihrem Raube wissen mußte.

Also Ihr seid der Lauscher gewesen, doch will ich hoffen, daß Ihr nur einen unpassenden Scherz in meiner Handlungsweise erblicktet. Den Ring habe ich bereits zurückgestellt."

Der Fuchs lächelte ungläubig, doch beruhigte er sofort das aufgebrachte Fräulein, indem er zugab, dem Scherze zufällig zugesehen zu haben, und schließlich versicherte, daß er wohl selbst recht gerne mehr von den Schätzen des Schlosses besäße.

Die Eule hatte mittlerweile mit ihrer Gesellschaft den Baum verlassen, und so gelang es dem schlauen Fuchse bald, die arme Elster zu überreden, daß sie an dem beabsichtigten Ueberfall im Schlosse theiluehmen möge. Die Elster sagte zu und forderte nur ihrerseits von dem Füchslein, daß es be­hilflich wäre, die Häsin, die jeden Augenblick im Schlosse eintreffen könnte, unschädlich zu machen. Da man mit der Ankunft der Häsin auch die so­fortige Abreise der Schloßbewohuer in Verbindung brachte, so mußte nach Ansicht der Elster dafür gesorgt werden, daß dieselbe noch zur rechten Zeit bei Seite geschafft würde.

Dem diebischen, räuberischen Sinn des Fuchses sagte dieser Vorschlag zu, und die Elster hoffte, sich dabei an dem Schloßsräulein zu rächen. Durch die sonnige Haide dem Walde zu jagte die Häsin. Es trieb sie die Liebe zu den zurückgelassenen Kindern zur höchsten Eile an; zudenl wußte sie, wie schmerzlich der Alte im Schlosse auf Nachricht harrte, und freute sich, ihm von seiner Frau, Namens Gertha, so gute Botschaft bringen zu können. Deren Vater hatte früher das Reich ihres Gatten, des Zwergenfürsten Priam,

i>0