Ja, so ist's!" lenkte der Vater ein,ein rothes Band wird wohl auf- zutreiben sein!"

Ein Kranz rother Korallen!" rief der Jäger voll Eifer.

Das ist es ja, was ich mir immer wünschte, doch geht es jetzt nim- nier, die Zeit ist zu kurz, um das Versäumte nachzuholen, wir wollen daraus verzichten," sprach kleinlaut Martha und sah betrübt zu Ruodi empor.

In sechs Tagen könnte man wohl drüben in Welschland und wieder zurück sein!" sagte der Jäger vor sich hin.

Vielleicht läßt sich ein Bursche herbei, über die Grenze zu gehen;" meinte der schwache Vater,ich würde das Geld nicht ansehen!"

Wenn der kalte Wind anhält," sagte der Gemsjäger,so hat's keine Gefahr. Der Schnee liegt oben noch fest und kaum sickert ein schwaches Büchlein die Straße entlang, die über den Berg nach Welschland führt!"

Martha eiferte zwar mit alleni Nachdrucke dagegen, daß irgend Jemand einer Laune willen sich so großer Gefahr aussetzen sollte, doch merkten ihr Vater sowohl wie Ruodi trotzdem gar wohl, wie erpicht die Eitelkeit des Mäd­chens auf den ersehnten Schmuck war. Ruodi schwieg, seine Gedanken be­schäftigten sich mit der Möglichkeit, den von seiner Braut so innigst begehrten Gegenstand noch zur rechten Zeit herbeizuschaffen. Er selbst wollte den in dieser Jahreszeit so gefährlichen Weg über das Joch des Gebirges wagen, doch ängstigte ihn ein Umstand, und ein Gedanke stieg plötzlich in ihm auf, der eine fahle Blässe über sein Gesicht verbreitete, so daß sowohl der Vater wie das Mädchen erschrocken zu ihm aufsahen. Dem Jäger war es jedoch leicht, die Besorgniß der Beiden zu verscheuchen. Er habe sich auf dem Wege hieher zu sehr beeilt und ein Fehltritt, den er auf dem schlechten Weg gethan, verursache ihm heftige Schmerzen, die jedoch bald gehoben sein würden. So tröstete Ruodi seine Braut und seinen künftigen Schwiegervater und nahm dann von Beiden Abschied, um seine Behausung aufzusuchen.

Wollte er in der That die gefährliche Reise unternehmen und noch zur rechten Zeit wieder zurück sein, so mußte sich der Jäger rasch zur Ausführung entschließen.

Ruodi eilte seiner am Fuße des Berges gelegenen Hütte zu. Hier schrieb er einige Zeilen an Martha, in welchen er seinen Vorsatz, über das

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