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bestiegen. Alsbald giengS so schnell von bannen, als ob der Wind sie forttrüge. So ward gefahren, bis sie zu der Heimat des Prinzen kamen. Als sie sich der Residenz näherten, wurde angehalten, und Rathgeb eilte nun zu Fusse voraus. Langsam fuhren der König und die Königin weiter. Bald kamen sie zu einer kleinen armen Hütte, die in einer verrufenen, schmutzigen Gasse stand. Hier wurde Halt gemacht, und ein altes, gebeugtes Mütterlein humpelte heraus, und zeigte die größte Freude über die Ankunft ihres lange vermißten Sohnes. Der Prinz stieg nun mit seiner Gemahlin aus dem Wagen, und beide begaben sich in die niedrige, dumpfe Stube. Darauf sprach der Königssohn zu seiner Frau: „Liebes Gemahl, wir sind nun in meiner Heimat. Laß es dir gefallen, und arbeite, damit wir nicht Hunger leiden müssen. Ich werde wieder als Maurergeselle ins Tagwerk gehn und mit der Arbeit meiner Hände unser Brot verdienen." Die Königin blieb nun im niedrigen Häuschen, während ihr Gemahl täglich in die Stadt gieng, um, wie sie meinte, dort zu mauern. In der That aber begab er sich in das königliche Schloß, wo er mit seinen Ministern und Räthen Regierungsgeschäften oblag; denn seine stolze Mutter war indeß gestorben. Wenn er Abends ins kleine Häuschen zurückkam, bot er seiner Frau den Taglohn, um das Nöthige damit zu bestreiten. Die Frau wollte durch Sticken und Häkeln sich manchen Kreuzer verdienen. Doch alles Bemühen war vergebens; denn so oft sie ein Stück Arbeit in die Stadt geschickt hatte, wurde sie zurückgesandt mit den Worten: „Eine so grobe und schlechte Arbeit kauft man nirgends." Darüber war die arme Frau sehr beschämt und betrübt und klagte das Leid ihrem Manne. Dieser aber sprach zu ihr: „Mein liebes Weib, da mußt du auf eine andre Weise dir einen Kreuzer zu gewinnen suchen. Ich will irgendwo Geld zu leihen nehmen. Damit kannst du Geschirr kaufen und es auf dem Markte feilbieten. Einiges kannst du dir damit

