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wollten, und weil sie nicht einmal das Herz hatten, recht daran zu denken oder davon zu sprechen, aus Furcht, es möchte für gewünscht passircn, eh sie cö genug überlegt hätten. „Nun," sagte die Frau, „wir haben ja noch Zeit bis zum Freitag."
Des andern Abends, während die Kartoffeln zum Nachtessen in der Pfanne prasselten, standen beide, Mann und Frau, vergnügt au dem Feuer beisammen, sahen zu, wie die kleinen Feuerfünklcin an der rußigen Pfanne hin und hcrzüngelten, bald glimmten, bald auslöschten, und waren, ohne ein Wort zu reden, vertieft in ihr künftiges Glück. Als aber die Frau die gerösteten Kartoffeln auf das Plättchen anrichtete und ihr der Geruch lieblich in die Nase stieg: — „wenn wir jetzt nur ein gebratenes Würstlein dazu hätten!" sagte sie in aller Unschuld und ohne an etwas andres zu denken, und o weh! da war der erste Wunsch gethan. — Schnell wie der Blitz kommt und vergeht, kam eö wieder wie ein Morgenroth und Rosenduft unter einander durch deu Kamin herab, und auf den Kartoffeln lag die schönste Bratwurst. Wie gewünscht, so geschehn. — Wer sollte sich über einen solche» Wunsch und seine Erfüllung nicht ärgern? welcher Mann über solche Unvorsichtigkeit seiner Frau nicht unwillig werden?
„Wenn dir doch nur die Wurst an der Nase angewachsen wäre!" sprach er in der ersten Überraschung, auch in aller Unschuld und ohne an etwas andres zu denken: — und wie gewünscht, so geschehn. Kaum war das letzte Wort gesprochen, so saß die Wurst auf der Nase des guten Weibes fast wie angewachsen und hieng zu beiden Seiten hinab wie ein Husarcnschnurrbart.
Nun war die Noth der armen Eheleute erst recht groß. Zwei Wünsche waren gethan und vorüber und noch waren sie um keinen Heller und um kein Weizenkorn, sondern nur um eine böse Bratwurst reicher. Noch war ein Wunsch zwar übrig: aber was

