See nach allen Richtungen verbreiteten.Diese Wasser rechts," sagte das glänzende Kind,fließen unter euern Garten hinab; davon blüht dort alles so frisch. Von hier kommt man in den großen Strom hinunter." Plötzlich kamen aus allen Kanälen und aus dem See unendlich viele Kinder auftauchend angeschwommen; viele trugen Kränze von Schilf und Wasserlilien; andre hielten rothe Koralleuzacken, und wieder andre bliesen auf krummen Muscheln. Zwischen den Kleinen bewegten sich schwimmend die schönsten Frauen, und oft sprangen viele Kinder zu der einen oder der andern und hiengen sich um ihren Hals und Nacken. Alle begrüßten die Fremde. Zwischen diesem Getümmel hin­durch fuhren sie aus dem See in einen kleinen Fluß hinein, der immer enger und enger ward. Endlich stand der Nachen. Man nahm Abschied, und Zerina klopfte an den Felsen. Wie eine Thür that sich dieser von einander, und eine ganz rothe, weibliche Gestalt half ihnen aussteigen.Geht es recht lustig zu?" fragte Zerina.Sie sind eben in Thätigkeit, antwortete jene,und so freudig, wie man sie nur sehn kann; aber die Wärme ist auch äußerst angenehm!"

Sie stiegen eine Wendeltreppe hinauf, und plötzlich sah sich Marie in dem glänzendsten Saale, so daß beim Eintritte ihre Augen vom hellen Lichte geblendet waren. Feuerrothe Tapeten bedeckten mit Purpurroth die Wände, und als sich das Auge et­was gewöhnt hatte, sah sie zu ihrem Erstaunen, wie im Teppich sich Figuren tanzend auf und nieder in der größten Freude be­wegten, die so lieblich gebaut und von so schönen Verhältnissen waren, daß man nichts Unmuthigeres sehn konnte. Ihr Körper war wie von röthlichem Krystall, so daß es schien, als flöße und spielte in ihnen das sichtbar bewegte Blut. Sie lachten das fremde Kind an und begrüßten es mit verschiedenen Beugungen; aber als Marie näher gehn wollte, hielt sie Zerina plötzlich zu-

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