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hingen, standen heute dürr und ohne Laub; das Haus war anders angestrichen, und eine neue Scheune daneben erbaut. Marie war in Verwunderung und dachte, sie sei tut Traume. In dieser Verwirrung öffnete sie die Thür des Hauses, und hinter dem Tische saß ihr Vater zwischen einer unbekannten Frau und einem fremden Jünglinge. „Vater!" rief sie aus, „wo ist denn die Mutter?" „Die Mutter?' sprach die Frau ahnend, und stürzte hervor. „Ei, du bist doch wol nicht — ja freilich, bist du die Verlornes die todtgeglaubte, die liebe, einzige Marie!" Sie hatte sie gleich an einem kleinen, braunen Mal unter dem Kinn, an den Augen und an der Gestalt erkannt. Alle umarmten sie, alle waren freudig bewegt, und die Ältern vergaßen Thränen. Marie verwunderte sich, daß sie fast zum Vater hinaufreichte; sie begriff nicht, wie die Mutter so verändert und gealtert sein konnte; sie fragte nach dem Namen des jungen Menschen. „Das ist ja unsers Nachbars Andres," sagte Martin, „wie kommst du nur nach sieben langen Jahren so unvermuthet wieder? Wo bist du gewesen? Warum hast du denn gar nichts von dir hören lassen?" „Sieben Jahre?" sagte Marie, und konnte sich in ihren Vorstellungen und Erinnerungen nicht zurecht finden; „sieben ganze Jahre? „Ja, ja," sagte Andres lachend und schüttelte ihr treuherzig die Hand; „ich habe gewonnen, Mariechen; ich bin schon vor sieben Jahren an dem Birnbaum und wieder zurück gewesen, und du. Langsame, kommst heut' erst an!"
Man fragte von neuem, man drang in sie; doch des Verbots eingedenk, konnte sie keine Antwort geben. Man legte ihr fast die Erzählung in den Mund, daß sie sich verirrt habe, auf einen vorbeifahrenden Wagen genommen und an einen fremden fernen Ort gebracht worden sei, wo sie den Leuten den Wohnsitz ihrer Ältern nicht habe bezeichnen können, daß man sie dann nach einer weit
entlegenen Stadt gebracht habe, wo gute Menschen sie geliebt und
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