ich sah aber nur den Kopf des Pferdes; denn es war über und über mit kostbaren, glänzenden Decken verhangen. Ich schlief end­lich in dem Gewirre ein. Am Morgen war alles ruhig; aber der Fluß ist halb versiegt, so daß ich Noth haben werde, mein Fahr­zeug zu regieren." ^

Noch in demselben Jahre war Mißwachs; die Wälder starben ab, die Quellen vertrockneten, und dieselbe Gegend, welche sonst die Freude jedes Durchreisenden gewesen war, stand im Herbste ver­ödet, nackt und kahl. Die Obstbäume giengen alle ein, die Wein­berge verdarben, und der Anblick der Landschaft ward so traurig, V

daß der Graf im folgenden Jahr mit seiner Familie das Schloß verließ, welches nachher verfiel und zur Ruine wurde.

Elfriede betrachtete Tag und Nacht mit großer Sehnsucht ihre Rose und gedachte ihrer Gespielin; und so wie die Blume sich neigte und welkte, so senkte auch sie das Köpfchen und war schon vor dem Frühlinge verschmachtet. Marie stand oft auf dem Platze vor der Hütte und beweinte das entschwundene Glück. Sie welkte hin, wie ihr Kind, und folgte ihm in einigen Jahren nach. Der alte Martin zog mit Brigitte und seinem Schwiegersohn nach der Gegend, in der er vormals gelebt hatte.

padmanaba und Hassan.

Aus Tausend und eine Nacht. Von Franz Hofsmann.

^n der Stadt Damaskus wohnte einmal ein Llinonaoenver- käufer; der hatte einen angenommenen Sohn, Namens H ass a n. Der Jüngling war achtzehn Jahr' alt und so liebenswürdig, wie kein andrer.

Sein Gesicht war schön wie der Tag, seine Gestalt lang und kräftig, wie eine junge Palme, und wenn er die Laute schlug und Gesänge anstimmte, klang seine Stimme so lieblich und schmelzend, daß sie alle Menschen entzückte. Der Laden seines Vaters war

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