sen (Silbe eine Thüre öffnete und einen Vorhang zurückschlug. Rougemont, Leeoq und Aurelia traten ein.
Die Gesellschaft befand sich jetzt in einem hohen, schwarz verhangenen Zimmer, in dessen Mitte ein Altar errichtet war, bedeckt mit einem schwarzen Tuch. Auf diesem Altar standen zwei hellflammende Wachskerzen auf schwarzen Leuchtern, ein umgekehrtes Kruzefix und ein großes Buch. Um deu Altar selbst war ein weiter Kreis gezogen. In den Ecken des Zimmers standen Räucher- pfannen, aus denen ein weißer wohlriechender Dampf emporstieg. Auf den Stufen des Altars stand ein Mönch
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zeugt, wir müssen in dem schwarzen Hahn suchen, wenn wir Etwas finden wollen."
„Wie," rief der Marquis bestürzt, „in solche verrufene Gegenden hatte sich mein Bruder gewagt? Wenn er dorthin gerieth, so bin ich leider überzeugt, daß er wirklich ein Opfer seiner Unbesonnenheit geworden. — Bis jetzt habe ich immer noch gehofft."
„So giebt denn Alles die Hoffnung auf," seufzte Aurelie bebend.
„Fräulein, behalten Sie Muth und Fassung, was auch kommen wird," erwiederte Karl. „Das Unabänderliche ändert kein Mensch. — Ich bin in die Geheimnisse der Polizei zu sehr eingeweiht, um nickt zu wissen, was solch ein Verschwinden zu bedeuten hat."
Aurelie verhüllte schweigend ihr Gesicht und die Männer schauten düster vor sich nieder.
Ein heller Glockenschlag tönte; und gleich darauf trat Rosa in das Zimmer und winkte der Gesellschaft.
„Alles ist bereit," sprach sie. „Die Herrin wartet." Die Verbündeten erhoben sich und folgten dem Mädchen, welches sie durch einen langen Gang führte, an des-

