liche sein?"
Die Leute sahen sich an und fragten sich gegenseitig.
Jeanette hatte bis jetzt an die Mauer gelehnt, aus der Straße gestanden, unvermögend weiter zu gehen^ vor innerer Erregung bebend. Die Kunde von dem Gefundenen drang zu ihrem Ohr und sich mit Gewalt aufraffend, stürzte sie von böser Ahnung getrieben in das Gewölbe, wo der Leichnam lag, und kaum hatte sie einen Blick auf diesen geworfen, als sie todtcnblcich an die Wand sank und das Gesicht verhüllte.
„Louis," stöhnte das Mädchen. „Gott, meine Ahn-
u,ig."
Mouton trat mitleidig zu der Nichte, deren Anwesenheit er ganz vergessen hatte.
„Jeanette," ermuthigte er, „woran willst Du erkennen, daß dieses wirklich Louis ist? Die Körper der Menschen gleichen sich."
Da ließ Jeanette langsam die Hände sinken und deu-
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Rougemont und Lecoq die Treppe hinab in das Schänk- gewölbe.
Hier hatten die Schaarwächter eifrig umhergesucht, endlich eine Thüre erbrochen und waren in ein kleines Gewölbe gekommen, wo sie einen nackten, frischen Leichnam gefunden, dem der Kops fehlte. Das noch hervortrop- fende Blut zeigte an, die Tödtung des Unglücklichen müsse erst vor wenig Stunden geschehen sein.
„Da sind wir doch am rechten Orte," rief Mouton, „hier ist die Höhle des Mordes. — Meine Ahnung hat mich also nicht getäuscht! — Aber wer mag der Unglück

