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„Ganz gewiß. Die Dame schmachtet nach Ihnen und Sie werden kommen."
Das Weib ließ einen listig lauernden Blick über den Marquis gleiten. Der Löwe, welcher die Besucherin noch nicht aus den Augen gelassen, wurde unruhig.
Rougemonts scharfes Auge bemerkte beides und plötzlich stieg ein furchtbarer Verdacht in ihm auf. — Er erinnerte sich, daß man ihm nachstelle, daß erst vor wenig Tagen eifrig nach ihm geforscht sei, und daß sein Bruder — so viel er erfahren — unter ganz ähnlichen Umständen zu dem Gange verleitet worden, von dem er nie zurückkehrte. — Sollte man gegen ihn ein ähnliches Spiel zu versuchen Willens sein? — Heftig trat er auf Margot zu. „Weib," rief er streng, „wer schickt Dich?"
„Dieses darf ich nicht sagen," erwiderte Margot. „An Ort und Stelle erfahren Sie ja Alles und dann ist die Uebcrraschnng um so angenehmer."
„Ich will den Namen wissen und Deinen dazu," be- harrte Rougemont.
„Hm," rief das Weib unmuthig, „machen Sie solche ungalante Bedingungen, so verdienen Sie die Ihnen zu gedachte Uebcrraschnng gar nicht. Die Lady hat sich in Ihnen getäuscht."
„Daö kann möglich sein," erklärte der Marquis sebr ernst. „Erst n«inc den Namen und dann werde ich mich überzeugen, ob Du die Wahrheit sprichst."
„Wie »»galant!" rief Margot.
„Du verläßt nicht eher das Haus, bis ich die verlangte Aufklärung habe," entschied Rougemont. „Glaubt Ihr einen Thoren in mir zu haben, der in das erste beste Netz läuft?"

