Jaques, welcher in der Tracht der Landleute dortiger Gegend gekleidet war, machte endlich den Borschlag, daß ein Anderer die Wache übernehmen solle, dann wolle er selbst nach dem Schlosse gehen und getraue sich, binnen einer Stunde Nachricht über Margot zu bringen, da ihr nothwendig etwas zugestoßen sein müsse. — Pierre gab seine Zustimmung und übernahm selbst die Wache, worauf Jaques durch Gesträuch und Rohr in -der Richtung nach dem Schlosse sortschlich, während Lucie in die Hütte zurückkehrte.
Nach Verlaus einer Stunde kam Jaques athemlos zurück und brachte die Nachricht daß, Margot gefangen sei und den nächsten Morgen nach Paris gebracht werden sollte. Jaques hatte auch das Fenster des Gemachs bezeichnet erhalten, wo die Gefangene verwahrt wurde.
Lucie fuhr zusammen als habe sie ein Blitzstrahl getroffen.
„Sollte sie uns verrathen haben?" waren ihre ersten Worte.
„Ich glaube nicht," entgcgnete Jaques, „denn sonst würden wir wohl schon angegriffen sein. — Aber den Menschen ist Alles zuzutrauen."
„Nun, dann gilt kein Säumen!" rief die Lady, „der gut angelegte Plan, den Marquis in unsere Hände zu bringen, mißlang, so müssen wir zur Gewalt schreiten; sei es auch nur um Margot zu retten."
„Oder sie zu strafen, wenn sie nicht reinen Mund hielt," fügte Pierre hinzu.
„Margot muß befreit werden," nahm Lucie wieder
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im Gebüsch und Rohr verborgen lag, um nach Margot auszuschauen, aber noch immer ließ sich keine Spur bemerken und die Ungeduld und Besorgniß wuchs bei Allen.

