Ort fort?" fragte Lucie weiter.
„Ja und wohl geborgen. Die Merlier ist in Aret angekommen, und dort sucht Niemand nach dem Kinde," entgegnete die Vertraute. — „Aber still, dort kommt unser neuer Adonis."
Sie deutete auf einen jungen, reich gekleideten, von Gold und edlen Steinen blitzenden jungen Mann, welcher eben die Stufen der Terasse Heraufschritt. — Es war Karl Lecoq, in fast überreicher Kleidung und dadurch unkenntlich gemacht.
Luciens Augen blitzten freudig aus, als sie den Jüngling erblickte.
„So kommt er doch wieder," flüsterte sie Margot zu. „Der verspricht reiche Bente. Sei nun klug, Margot."
Margot lächelte boshaft und beide Frauen setzten nun ihre Wanderung langsam fort und Lecoq kam iinmer näher. Er warf einige schmachtende Blicke auf Lucie und diese erwiderte dieselben, den jungen Mann dadurch gleichsam zu größerer Annäherung aufmunternd. So ging die Wanderung fort, bis zu dem sogenannten Labyrinth, den Champs Elisees gegenüber, wo sich Lecoq anscheinend verlegen aus eine Bank setzte, während die beiden Damen in einiger Entfernung aus und ab wandelten.
Lecoq bemerkte jetzt, daß sich Margot ihm immer näherte, ihn umkreißte, und verrieth die Absicht, daß sie mit ihm sprechen wollte. Gleichsam sorglos begann er leise zu singen:
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„Noch keine," erwiderte Margot. „Er fürchtet vermuthlich Deinen Zorn und wird seiner Zeit zurückkehren, wie es schon früher geschehen. Jacomo sagt mir eben erst, Pierre würde suchen zu Jeanette zu gelangen und bätet sie deshalb wie ein Drache."
„Aber das Kind Rougemonts ist von dem ersten

