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der Ruf der Schönheit bis nach Ungarns Steppen ge­drungen war, verführen. Der Magnat kam nach Pari« und gewann seine Wette, denn es gelang ihm, das Mädchen zu verführen und meine Herrin wurde geboren.

Doch der Anblick des lieblichen Kindes erweckte die bessern Gefühle des Magnaten und um Vergebung flehend sank er zu den Füßen des Opfers seiner Versührungskünste.

Dann eilte er nach seiner Heimath, bei dem deutschen Kaiser, zugleich Ungarns König, die Einwilligung zu seiner Vermählung mit der schönen Pariserin zu holen; doch Niemand sah ihn wieder: er wurde auf seiner Reise von Räubern ermordet. Ungarns Herrscher erfuhr die schändliche Handlung des Magnaten und schickte Agenten nach Paris; diese fanden die Mutter todt, doch die Toch­ter lebte und wurde von dem König znr einzigen Erbin der Güter des Magnaten eingesetzt. So ist denn meine Herrin jetzt die reichste Erbin von Paris, die Edelsten buhlen um ihre Gunst und glücklich ist der zu preisen, dem sie ihre Hand reicht."

Der ist glücklich, der ihr gefällt," seufzte Lecoq, ein möglichst einfältiges Gesicht machend.

Ei, gnädiger Herr," lächelte die Unterhändlerin, will nian gefallen, so muß man auch Etwas wagen." Was wagen?"

Was weiß ich? Sie müssen es wagen recht liebens­würdig in jeder Hinsicht zu sein, ein Ritter ohne allen Tadel."

Und wie ist man denn das?" fragte Lecoq, mit blöde gesenkten Augen.

Ei," rief Margot, fast lachend über diese augen­scheinliche Unerfahrenhcit des jungen Menschen.Sie fragen mich gar zu viel, gnädiger Herr, und fast sonder- Guilford 7. 13