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O wie sie nun jubelte und lachte, wie sie mit den Beinchen Kopf und Fühlhörner putzte, wie sie jetzt die gefalteten Schwingen ausbreitete, mit den Füßen sie streichend, und sie zaghaft zum Schwünge hebend, es war ein niedliches Bild, dem die Gefährtin neugierig zuschaute.

Jetzt mache mir es nach," rief die neugeborne Mücke der Freundin zu,ich fliege nun fort von hier, denn ich muß die Welt besehen, aber ich werde dich in der Nähe erwarten, denn ohne dich kann ich nicht leben. Aber eile dich, daß du bald fertig wirst!"

Dann schmeichelte sie 'mit ihren Fühlhörnchen die unförmliche Freundin, in der es auch schon vor Verlangen knackte und brrrr! flog sie in die blaue Luft hinein. Aber das war sehr unge­wohnte Arbeit, die Schwingen erlahmten ihr gar bald, und sie war herzlich froh, als sie den Rand der Tonne erreichte. Hier ließ sie sich nieder, und ruhte von der gewaltigen Arbeit aus, will ja doch Alles erst gelernt werden: Fliegen so gut wie Laufen oder Sprechen. Still erwartete sie hier die verlasiene Freundin und schaute sich vergnügt in der großen weiten Welt um.

Lieber Gott," dachte sie so in ihrem Sinne,wie schön ist es doch, eine Mücke zu sein! Welche Wonne, Flügel und Beine dem warmen Sonnenschein entgegen zu strecken, den blauen Him­mel über sich, und ringsum die weite schöne Welt! Ja das ist freilich schöner, als da unten in der schwarzen Tonne zu stecken und solch dicken Kops mit sich umher zu schleppen. Mir ist wirk­lich wie neu geboren!"

Das war sie ja aber auch und behaglich breitete sie ihre zarten Flügel aus, daß sie in der Sonne mit vielen Farben schillerten.

Aber es ist doch langweilig, allein in dieser großen Welt zu sein!" rief sie endlich,wo mag nur meine kleine Freundin bleiben, sie braucht wirklich viel Zeit, mit ihrer Toitette fertig zu werden, wenn sie nur nicht Unglück gehabt hat, und ganz in Stücke gegan­gen ist! Ich muß wirklich einmal zusehen, vielleicht kann ich ihr helfen."

Und vorsichtig drehte sie sich auf dem Rande der Tonne um