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Schnauze nach ihm, oder suchte ihn mit der Pfote zu haschen, still und steif lag er mit geschloßnen Augen auf dem weichen Stroh und traurig setzte sich Mätzchen endlich an seine Seite und blickte still und erwartungsvoll nach seinem regungslosen Beschützer.
Bald aber kamen Leute, die den guten Nero aus der Hütte herauszogen und ihn, trotz des ängstlichen Geschreies unsres Mätzchens, davon trugen. Sie wollten Mätzchen greifen und mit sich fortnehmen, aber voll Schreck fuhr dasselbe aus der Hütte hinaus und flüchtete auf den nahe stehenden Kirschbaum, wo er bis;um Abend still saß und wartete, daß sein guter Nero wieder kommen sollte. Aber diese Hoffnung war umsonst, traurig umflatterte Mätzchen sein liebes stilles Häuschen, als er aber die schwarze Katze sich heran schleichen sah, welche jetzt nicht mehr von Nero zurückgehalten wurde, da wagte er nicht, in seine leere Wohnung sich zu verkriechen, wo ihn die böse Feindin rettungslos fassen konnte. Wieder flog er deshalb in die weite Welt hinein, ohne Ziel und ohne Plan, und endlich gelangte er zu einem kleinen Walde, dessen hohe Bäume freundlichen Schutz versprachen.
Fröhlich hüpfte er hier von Zweig zu Zweig und kletterte endlich auch an einer alten hohlen Eiche herum, an deren Rinde er Allerlei zu picken und zu fressen fand. Plötzlich kam er aber hier an eine tiefe Höhlung, in welcher er eine alte Eule sitzen sah, die ihn mit ihren großen runden Augen gar grimmig anblickte. Wie versteinert von Furcht blieb Mätzchen stehen und schaute angstvoll zu dem großen Vogel hinüber, der gravitätisch auf ihn zuschritt, gebieterisch eine seiner Klauen empor hob und mit einer schnarrenden Stimme sagte: „Du unbesonnenes kleines Ding, wie kannst du es wagen, mein heiliges Gebiet zu betreten? — Weißt du nicht, daß dies bei Todesstrafe verboten ist und daß du nun meiner Macht verfallen bist? — Ergieb dich nur auf Gnade und Ungnade!" —
»Ach liebe Frau Eule," sprach Mätzchen in tödtlicher Furcht, „ich bin ja hier ganz fremd und wußte Nichts von diesem Gesetz, erbarmen Sie sich doch meiner und schenken Sie mir das Leben, ich will auch Alles thun, was Sie befehlen!"
„Hm, hm," sprach Großmutter Eule gedankenvoll, „du bist

