Sporen klirrten, und fort ging es nun in langem Zuge nach dem Hügel des Königs! —
Von dort her tönte noch lange der Schall der Hochzeitfreude und athemlos lauschte unser kleines Mädchen am Fenster. Endlich jedoch fielen ihr die Augen zu, leise sank sie auf ihr Lager zurück und erst die Sonne erweckte sie am Morgen aus tiefem Schlafe. —
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hübsch und zierlich, mit durchsichtigen Flügeln und feinen Gliedern, die flogen herbei und davon in größter Geschäftigkeit! — Und welch' köstliches Werk bereiteten diese zarten Wesen! — An dem grauen stachlichen Gewächse, jener verachteten Pflanze, die wegen ihrer Häßlichkeit mit den Füßen weggestoßen worden, da erhob sich jetzt eine Blüthe, so herrlich und wunderbar, wie keine zweite in der Welt. — Ein Strahlenkranz glänzender Blätter faltete sich auseinander, jedes so schimmernd und prächtig, wie die Sonne, außen das reinste Weiß, färbte es sich mit dem schönsten Goldgelb nach innen und mitten aus dem Schooße dieser wundervollen Blätterkrone floß ein Strahl der feinsten Staubfäden von schimmerndem Glänze. —
Hier nun ruhte die liebliche Elfe dieses stachlichen Gewächses; sie war trotz ihrer häßlichen Hülle die Beherrscherin aller Blumen, sie die Gefeierte im Kreise, sie: die Königin der Nacht! — Von allen Blumen der Gegend kamen die Geisterchen herbei, ihr Huldigung darzubringen, sie hatten der Herrscherin den Thron erbaut zu ihrem Hochzeitstage und umschwebten sie nun tanzend und singend und streuten herrliche Wohlgerüche um sich her, von denen die Nachtluft balsamisch duftete! —
Jetzt vernahm man ferne Musik und bald erschien eine Schaar jener kleinen Blanmännchen, deren zierlicher Schmuck von blauem Stahl im Mondlichte glänzte. Voran schritt der König in blitzender Rüstung, mit Krone und Scepter geschmückt und bald standen sie zu den Füßen der schönen Königin der Nacht. Leicht wie ein Hauch entschwebte diese ihrem Throne, alle Blumenelfen umgaben sie und nun flog sie ihrem Geliebten gerade in die Arme. — Jubelnd umschlang dieser seinen Schatz, alle Blaumännchen riefen Hurrah und stampften mit den Füßen, daß die

