blicke, während welcher man die Sorgen des Lebens nicht fühlt, wo man denkt, das Leben habe überhaupt keine Last und keine Bedürfnisse, sondern nur Glück und Wonne voll-
20
von Thunichtgut!" Beide machten sich dann eilig aus dem Staube, und ich wäre am liebsten mit ihnen gelaufen, wenn auch nicht, um Seifenblasen zu mache«. —
Der Gang nach dein Brocken war wunderschön; lang und ermüdend auch, aber so recht Herz und Sinn erfri- schend. Ueberall prächtige Tannen, sprudelnde Quellen und wunderbare Steinmassen. Ab und an zogen Reisende auf Eseln an uns vorüber, auch Damen, welche ihre weißen Tücher schwenkten, uns zu grüßen; eine warf mir einen kleinen Kuchen zu, und dabei lachte sie herzlich.
Glücklicherweise hatten wir Butterbröde mitgenommen, und Herr Flohr eine Flasche mit Wasser und Wein. — Fußgänger sind doch die allerglücklichsten Leute, wo sie rasten, da gehört ihnen die Welt. Als wir da saßen auf bemoosten Steinen, uuter hohen Tannen unser Frühstück verzehrten, umhersahen, und auf den Ruf der Bügel hörte,: — so ist mir niemals zu Sinne gewesen! Wir redeten viel mit einander darüber; Herr Flohr sagte: „Es giebt Augen-

