daran — ist halb gewonnen, wir wollen tüchtig lernen. Nun komm und laß uns einen Weg durch den Wald machen." Wilhelm.
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Otto ging und ich blieb allein mit Herrn Flohr's Brief — das heißt nicht allein sein. Ich las noch einmal, wie er am Tischchen sitzt und denkt, las es mit strömenden Thränen. — „Nur das Herz in der Brust ist geblieben" — aber welch' ein Herz, o, welch' ein Mensch! Wer sich daran nicht aufzurichten vermag, er sei Knabe oder Mann, aus dem wird nie viel werden, glaube ich; ich vergaß Herrn Reward, Otto, Alles und weinte und weinte. Da guckte Otto bei mir ein: „Was? Du weinst, — das fällt mir doch nicht ein." Ich gab ihn: Herrn Flohr's Brief und deutete auf die Betrachtung darin, welche mir so zu Herzen geht. Er stellte sich mit dem Rücken gegen mich in's Fenster und las; so stand er lange, lange und sagte dann: „Wilhelm, mir wird das doch nicht immer nützen, mich reißt der Augenblick zu leicht hin. Herr Flohr hat mir aber doch geholfen; ihm zu Liebe will ich thun, was ich kann, und vorläufig wollen wir nicht mehr jammern. Frisch

