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Tante Susanne hatte eine kleine Geschichte gelesen, die sie uns mittheilen wollte; sie lud uns deshalb ein, Nach­mittags nach den Stunden mit ihr in's nächste Dorf zu gehen, an welches ein Gehölz mit hübschen Ruheplätzen gränzt; dort wolle sie erzählen und uns bewirthen. Mama gab uns einen Korb voll Kirschen auf den Weg; sie ging nicht mit, denn seit Papa fort ist, hat Mama alle Lust an Vielem verloren und geht selten über den Bereich des Gartens hinaus. Tante kaufte im Dorfe Milch, Brod und Butter; wir suchten ein anmuthiges, schattiges Plätz­chen aus und lagerten uns sehr vergnügt. Zuerst schwatzten wir und banden Grashalmenkränze; Einer nimmt dazu vier Grasstengel in die fest geschlossene Hand, die nur so lang, als zum Binden erforderlich ist, hervorstehen dürfen; dann wendet man geschickt und bindet an der anderen Seite, wo es sich alsdann zeigt, ob ein Kranz daraus ge­worden, was selten der Fall ist. Aus Scherz pflegt man sich allerlei dabei zu denken, dessen Erfüllung davon ab­hängt, ob Kranz oder nicht. Marie sagte:Ich denke stets, ob Papa bald wieder kommt?"

Tantens Erzählung heißt: