Ach, das muß wunderschön sein, einen Freund z» haben, mit dem man steht und fällt. Der ganze Sonntag, so viel wir bereits davon erlebt haben, war so schön. Ein paar Streifchen Tageslicht bleiben mir noch, und so muß ich noch des Spazierganges gedenken, den ich mit Otto machte. Wir gingen einen einsamen Weg, um Alles miteinander bereden zu können, was uns in und auf dem Herzen lag. Zuerst war es Herr Flohr, der uns in Anspruch nahm; dabei gedachten wir immer und immer wieder des schönen Liedes:
Ich hatt' einen Kameraden,
Einen beffern giebt es nicht, u. s. w.
Ich glaube, Herr Flohr könnte einen Freund haben, der für ihn freudig in den Tod ging. Es wurde uns Beiden ganz wehmüthig zu Sinn, daß wir so gar nichts für unsern besten Freund thun können. Ach, käme er doch bald zurück! Es war ein ernster, schöner Spaziergang.
Wilhelm.
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