zu Tode geängstigt." Mama küßte Tante und sagte: Möchte nur meine Susanne endlich einmal die Kinder- schuhe ganz ablegen!" entgegnete Tante,es sind

keine Schuhe mehr, es sind nur noch Pantöffelchen, und in neunzehn Jahren so vertragen! Es geht leider nicht mehr, ich muh sie ablegen." Tante sah ganz traurig dazu aus, und ich küßte sie, bis sie es sich verbat. Eine große Freude haben wir anch gehabt; Papa bekam einen Brief von Herrn Flohr. Er ist noch im Lazareth, geht aber bereits wieder, nur bis jetzt mit einer Krücke. Er giebt seine Briese unver­siegelt einem jungen Unterarzt, welcher sie an uns gelan­gen läßt, aber leider können wir nicht antworten. Otto ist sehr verstimmt über Herrn Flohrs Lazarethleben:Wozu kann das führen?" sagte er ärgerlich,im Lazareth avancirt man nicht; im Felde wäre er jetzt Offizier." Als ob Herr Flohr sich freiwillig hätte verwunden lassen.

Gestern lvaren die beiden jüngsten Knaben aus Schwanenholm hier mit ihren Eltern. Eigentlich waren sie Beide recht unartig; der Aelteste entsetzlich viel und sprach kein Wort, der Jüngste wollte Alles haben, was er nur von meinen Sachen sah. Er sagte fortwährend:

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