reißt oder vernichtet. Alles Ungemach stürmt auf ihn ein, und dennoch breitet er dem ersten Strahl der Sonne die Zweige wie hoffend und glaubend entgegen." Die Kinder verstanden nicht, was die Mutter sagte; sie blickten sie an mit großen Augen und sagten:Mama, soll die Nach­tigall nicht einmal im Apfelbaum hängen, wenn er blüht? Dann haben sie Beide eine Freude, der Vogel und der Baum." Die Mutter nickte, und als der Baum in Blüthe stand, ward der Käfig hinein gehangen; röthliche Knospen verdeckten die Nachtigall. Diese schwieg bis zum Abend;

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wieder. Die junge Frau hatte oftmals dem Allen ge­dankenvoll zugeschaut; da jetzt die belebende Sonne wieder leuchtete, sagte sie:O, der Baum kommt durch's Leben, wie wir Menschen auch, aber er übt größere Treue. Alles läßt er über sich ergehen, und wurzelt nur fester und fester q* an derselben Stelle, bis er abstirbt, oder Gewalt ihn fort-

als Alles still ward in der Natur, hob sich ihre kleine Brust zu einem Jubel- und Klageliede. Sie jubelte über die Schönheit der Erde, aber klagte über ihre Gefangen­schaft. Das klang wunderbar schön.

Am nächsten Morgen, als der Tag anbrach, lag ein