spielen wollte. Und als sie so weiter gingen, sah der Mönch auf einem Baum, etwas vom Weg ab, eine wilde Taube sitzen, und sagte zu Frieder, ehe sie noch dort waren: „Sieh, mein Sohn, was für ein fettes Täubchcn
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denn es dachte schon auf einen Posten, den es dem Morst,
dort sitzt!"
„Ja, das ist ein schön Täublein!" sagte Frieder. „Ich hab die Tauben gar gern; sie sind so ein sanftmüthiges Bieh, und thun niemand etwas zu leid."
„Ach! und sie schmecken so gut!" sagte der Mönch, und blieb stehn, und sah hinüber. „Ja, ja!" fuhr er fort, die ist recht fett! das müßt' ein gar gut Leckerbißlein sein, wenn die gebraten wär° und hübsch gefüllt! Ach, mein Sohn, du hast da ein langes Vogelrohr! Komm, schieß mir das fette Täubchcn herunter, wenn du kannst."
„Warum das nicht!" sagte Frieder. „Aber Ihr müßt sie selbst holen; denn sie fällt gerad in die Hecken, und über die kann ich nicht Hinaussteigen mit meinen kurzen Beinen. Ich fürcht' mich auch gar für den Dornen, die würden mich gewaltig zerkratzen."
„Ei, liegt sie nur einmal da drinne, so will ich sie schon kriegen!" sagte der Mönch. „Meine Kutte ist dick; da stechen die Dornen nicht durch."
„Aber es ist ja jetzt in der Fastenzeit, da dürst Ihr

