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Sohn, wofern ich sie dir gewähren kann, antwortete der Richter."

Ach," sagte Fricdcrlcin,ich hab' meine Geige so lieb, und kann mich nicht von ihr trennen, eh' ich noch einmal Eins darauf gefiedelt habe. Darum bitt' ich, er­laubt mir, daß ich vor meinem Ende mich noch einmal mit ihr vergnüge, und mir und Euch zur Lust noch cin's drauf siedle."

Da wandte sich aber auch der Mönch zu dem Richter, und sprach:Herr Richter lasset ihm das nicht zu. Es ist sonst unser Aller letztes End, wenn er seine Geige spie­let." Aber der Richter sprach:Eine billige Sache darf man solch einem armen Schlucker nicht abschlagen, wenn er schon auf der Galgenlciter steht." Daraus wandte er sich zum Büttel, dem Haltfest, und befahl ihm, dem Kleinen seine Geige zu geben. Und Fricdcrlcin empfing sie mit Freuden, und fing an darauf zu siedeln mit dem Fiedelbe- gen. Da singen auch schon ringsum die Kinder an zu tanzen. Und Friedcrlein siedelte frisch drauf los. Da sprach der Henker:Ich muß erst Eins tanzen, ich kann's nicht lassen!" und stieg hinunter, und tanzte unter dem Galgen herum. Und als der Richter noch ein wenig zu­sah, und sah wie auch der Haltfest, der Büttel, Frieder- leins Bogelrohr an die Leiter lehnte, um desto besser hcr-

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