Tausend und eine Nacht. lv.

7

sie zu euch geschickt hätte. Er sagte uns, daß euch die Un- ^ gläubigen umzingelt hätten und in großer Anzahl bedräng- > ten, nun aber sehe ich, daß gerade das Gegenteil der Fall ist, und daß ihr errettet seid." Da fragte Scharrkün:Und wie kam der Asket zu euch?" und sie antworteten ihm: Er kam zu Fuß an und hatte an einem Tage und in einer Nacht einen Weg von zehn Eilmärschen zu Pferd zurückge­legt." Scharrkän versetzte darauf:Kein Zweifel, es ist ein Heiliger Gottes, wo aber ist er jetzt?" Sie antworteten: Als wir fortzogen, war er bei unserm Heer, dem Volk des Glaubens, und feuerte sie an zum Streit wider das Volk des Unglaubens und der Rebellion." Da freute sich Scharr- kLn hierüber, und sie priesen Gott für ihre und des Asketen Errettung und betrauerten die Gefallenen, indem sie sprachen: Das stand in dem Buch verzeichnet." Alsdann trabten sie eilig weiter.

Plötzlich erhob sich eine Staubwolke, bis sie den Horizont verhüllte und den Tag verfinsterte. Nach ihr hinschauend, sagte ScharrkLn:Ich fürchte, daß die Ungläubigen das Heer des Islams gesprengt haben, weil diese Staubwolke den Osten und Westen verhüllt und den Morgen und Abend | erfüllt." Nun erhob sich unter dieser Staubwolke eine fin­stere Säule, die schwärzer war als der pechschwarze Tag, und die Säule kam näher und näher, graufiger als das Grau­sen des jüngsten Tages, so daß Roß und Mann wetteifernd I nach der Ursache dieses Unheils ausschauten. Da gewahrten sie den obenerwähnten Asketen und drängten sich nun um ihn, ihm die Hände zu küssen, während er rief:Gemeinde des besten der Geschöpfe und der Leuchte der Finsternis, die Ungläubigen haben die Moslems überlistet und die Heer­scharen der Unitarier überfallen. Rettet sie aus den Hän­den der elenden Ungläubigen, die sie im Lager überfallen und schmählich niedergemetzelt haben, als sie sich in Sicher­heit glaubten."

Als Scharrkän diese Worte von ihm vernahm, flog ihm