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trüben sobald das Gespräch aufcinc andere Materie über­ging. So wenig man sie bereden konnte, eine Rolle zu übernehmen, oder auch nur wenn gespielt wurde, auf das Theater zu gehen; so gern und fleißig lernte sie Oden und Lieder auswendig und erregte, wenn sie ein solches Gedicht, gewöhnlich von der ernsten und fchcr- lichen Art, oft unvermuthet wie aus dem Stegercife de- clamirtc, bey jedermann Erstaunen.

Serlo, der auf jede Spur eines aufkcimenden Ta« lentes zu achten gewohnt war, suchte sie aufzumuntern; am meisten aber empfahl sie sich ihm durch einen sehr ar­tigen, mannigfaltigen und manchmal selbst muntern Ge­sang , und auf eben diesem Wege hatte sich der Harfen­spieler seine Gunst erworben.

Serlo, ohne selbst Genie zur Musik zu haben, oder irgend ein Instrument zu spielen, wußte ihren hohen Werth zu schätzen; er suchte sich so oft als möglich die­sen Genuß, der mit keinem andern verglichen werden kann, zu verschaffen. Er hatte wöchentlich einmal Concert, und nun hatte sich ihm durch Mignon, den Harfenspieler und Lacrtes, der auf der Violine nicht ungeschickt war, eine wunderliche kleine Hauskapelle ge­bildet.

Er pflegte zu sagen: der Mensch ist so geneigt sich mit dem Gemeinsten abzugeben, Geist und Sinne stum­pfen sich so leicht gegen die Eindrücke des Schönen und Vollkommenen ab, daß man die Fähigkeit es zu em-