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von rannte: so mußte er eine große Lection anhvren, oh« ne daß er darauf je einige Besserung hätte spüren lassen. Vielmehr schien die Neigung zu Aurelien sich täglich mehr zu verlieren; in seinem Tone war nichts zärtliches wenn er sie Mutter nannte, er hing vielmehr leidenschaftlich an der alten Amme, die ihm denn ftcylich allen Willen ließ,

Aber auch diese war seit einiger Zeit krank gewvr« den, daß man sie aus dem Hause in ein stilles Quartier bringen mußte, und Felir hätte sich ganz allein gesehen, wäre nicht Mignon auch ihm als ein liebevoller Schutz- geist erschienen. Auf das artigste unterhielten sich beide Kinder mit einander; sie lehrte ihm kleine Lieder, und er, der ein sehr gutes Gedächtniß hatte, rezitirte sie oft zur Verwunderung der Zuhörer, Auch wollte sie ihm die Landkarten erklären, mit denen sie sich noch immer sehr abgab, wobey sie jedoch nicht mit der besten Me» thode verfuhr. Denn eigentlich schien sie bey den Län­dern kein besonderes Interesse zu haben, als ob sie kalt oder warm seyen? Von den Wcltpolcn, von dem schreck­lichen Eise daselbst, und von der zunehmenden Wärme, je mehr man sich von ihnen entfernte, wußte sie sehr gut Rechenschaft zu geben. Wenn jemand resste, frag­te sie nur, ob er nach Norden oder nach Süden gehe, und bemühte sich die Wege auf ihren kleinen Karten anf- zufinden. Besonders wenn Wilhelm von Reisen sprach war sie sehr aufmerksam, und schien sich immer zu be-