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ven Mannes nur durch das Gefühl gelindert werden, daß er auf der Welt wenig geliebt, und'durch die Ueberzeugung, daß er wenig genossen habe.

Wilhelms Gedanken wandten sich nun bald auf sei­ne eigenen Verhältnisse, und er fühlte sich nicht wenig beunruhigt. Der Mensch kann in keine gefährlichere Lage versetzt werden, als wenn durch äußere Umstände eine große Veränderung seines Zustandes bewirkt wird, ohne-daß seine Art zu empfinden und zu denken dar­auf vorbereitet ist. Es giebt alsdann eine Epoche ohne Epoche, und eS entsteht nur ein desto größerer Wider­spruch, je weniger der Mensch bemerkt, daß er zu denk neuen Zustande noch nicht ausgebildet sey.

Wilhelm sah sich in einem Augenblicke frey, in wel­chem er mit sich selbst noch nicht einig werden konnte. Seine Gesinnungen waren edel, seine Absichten lauter und seine Vorsätze schienen nicht verwerflich. Das alles durfte er sich mit einigem Zutrauen selbst bekennen; allein er hatte Gelegenheit genug gehabt zu bemerken, daß es ihm an Erfahrung fehle, und er legte daher auf die Erfahrung anderer und auf die Resultate, die sie daraus mit Ueberzeugung ableiteten, einen übermäßi­gen Werth, und kam dadurch nur immer mehr in die Irre. Was ihm fehlte, glaubte er am ersten zu erwer­ben, wenn er alles Denkwürdige, was ihm in Büchern und im Gespräch Vorkommen mochte, zu erhalten und zu sammeln unternähme. Er schrieb daher fremde und