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ihr ganzes künftiges Leben die Unglückliche begleiten solle, und sie hat mit einer bewundernswürdigen Geduld und Gewissenhaftigkeit ihre Pflichten bis zuletzt ausgcübt.

Wir hatten unterdessen unfern Bruder nicht ans den Augen verloren, weder die Aerzte noch die Geistlichkeit seines Klosters wollten uns erlauben, vor ihm zu erschei­nen; allein um uns zu überzeugen, daß eS ihm nach feiner Art wohl gehe, konnten wir ihn, so oft wir woll­ten, in dem Garten, in den Kreuzgängen, ja durch riir Fenster an der Decke seines Zimmers belauschen.

Nach vielen schrecklichen und sonderbaren Epochen, die ich übergehe, war er in einen seltsamen Zustand der Ruhe des Geistes und der Unruhe des Körpers gerathcn. Er saß fast niemals, als wenn er seine Harfe nahm und darauf spielte, da er sie dann meistens mit Gesang be­gleitete. Uebrigens war er immer in Bewegung, und in allem äußerst lenksam und folgsam, denn alle seine Leidenschaften schienen sich in der einzigen Furcht dcS Todes aufgelöst zu haben. Man konnte ihn zu allem in der Welt bewegen, wenn man ihm mit einer gefähr­lichen Krankheit oder mit dem Tode drohte.

Außer dieser Sonderbarkeit, daß er unermüdet im Kloster hin und her ging, und nicht undeutlich zu verste­hen gab: daß es noch besser seyn würde, über Berg und Thäler so zu wandeln, sprach er auch von einer Erschei­nung, die.ihn gewöhnlich ängstigte. Er behauptete nchmlich, daß bey seinem Erwachen, zu jeder Stunde