Grundsätzen Übereinkommen, z. B. vom Daseyn Gottes, von der Welr - und Menschenschöpfung , vom moralischen Unterschied zwischen Guten und Bösen, von der Freyheit, und Belohnung - oder Bestrasungfahigem Verdienste. Es mögen wohl alle (die Phantasten ausgenommen) aus täglicher Erfahrung einen Unterschied zulassen zwischen dem physischen Guten oder Bösen; aber über das Mo­ralisch Gute oder Böse sind sie nicht so einver­standen. Manchen, wie den Bairisch- Jllumina- ten, sind Mordrhaten und Verrätherepen erlaubt, wenn sie nur Mittel zu ihrem Zwecke sind. Fi­nte fanftificat media, sagen Sie, und Cicero sagt, Nihil tarn abfurdum, quod nondum a Philofopho probatum. Woher aber eine so große Se'te ? Das deutsche Sprichwort hieß ehemalr Ern Narr macht zehn Narren, heute zu Tage wohl hundert. Nochmal woher? aus der Denk* und Lebensfreyheit.

* Herr Rant, dessen Schüler Gutlieb ist, setzet in seiner transcendentalen, besser überspannten Spe­kulation ein durch reine Vernunft festgesetztes, ab­solut , nothwendiges , auch allgemein gültiges Ge­setz , oder Sittlichkeit vor dem Begriffe Gottes, und will erst aus dem sittlichen Bernunftgesetze die Erkenntniß vom Gottesdaseyn ableiten. Wie soll jenes allgemein gültiges Sittengesetz der rei­nen Vernunft heißen ? Hier kommen schon selbst B 4 die