Cin Buchhändler aus der guten alten Zeit.
Draußen sauste der Sturm durch die entlaubten Bäume und jagte den Schnee in rasenden Wirbeln vor sich her! Es war ein grausiger Wintertag, und Alles suchte den schützenden, behagliche Wärme spendenden Ofen. Im Stübchen des Schulmeisters Ehrlieb aber sah es gar nicht behaglich und traulich ans, denn der Ofen war eiskalt, und Vater Ehrlieb lag, von tödlichem Nervenfieber befallen, auf dem Sterbebette, und um ihn herum standen weinend seine Ehefrau mit der Fülle des himmlischen Segens (welcher Segen schon damals/ wie auch noch heutiges Tages, gar reichlich bei armen Schulmeistern einzukehren pflegte, vielleicht um sie doch einigermaßen zu entschädigen für den schnöden Lohn, der ihnen von den selbstsüchtigen Menschen für ihre vielfachen Mühen, Arbeiten und Sorgen dargereicht wird) — will sagen: mit 7 unerzogenen kleinen Kindern, von denen der Aelteste, Gottfried mit Namen, kaum erst das vierzehnte Lebensjahr zurückgelegt hatte. — Die guten Leute da drinnen aber fühlten nicht die grausige Kälte des Zimmers, denn sie hatten sich ganz und gar ihrem

