14
„Ruh' und Frieden hatte ich verloren,
Seit der Tod Brunhilden mir entriß.
Wider mich hatt' sich das Glück verschworen, Und Damone aus der Finsterm'ß Haus'ten schrecklich, grausam auf dem!Schlosse,.
Peinigend die treue Dienerschaar; Schüchterten im Marstall meine Rosse;
So verstrich ein schweres Vierteljahr.
Schwer gefesselt lag in finstern Mauern, Elsbeth in dem Kerker feucht und tief, Schmachvoll ihre Schande zu betrauern.
Drauf empfing ich einen Fehdebrief; Denn ihr Bruder schwur mir blut'ge Rache.
An der Spitze von zwei hundert Mann,. Kam er wüthend, wie ein Höllendrache Mich belagernd, vor der Veste an.
„Kampf gerüstet stürzt' mit meinen Mannen Wie ein Wetter, ich zur Burg hinaus. Sieggekrönt, — die Feinde floh'n von dannen —* Kehrt' ich heim in's wohlverwahrte Haus. Doch zurück kehrt er nach wenig Tagen Mit erneuter und verstärkter Kraft,
Mir den Tod in's schwarze Herz zu tragen,
Hatt' zusammen Alles er gerafft.

